Solaranlage reinigen: Lohnt sich das wirklich?

Photovoltaikanlagen gelten als weitgehend wartungsfrei, und für den Alltag stimmt das auch. Trotzdem sammeln sich über die Jahre Staub, Pollen, Vogelkot und in Norddeutschland vor allem hartnäckiger Flugrost und Algenbelag auf den Modulen – und das kostet spürbar Ertrag.
Wie stark Verschmutzung den Ertrag wirklich senkt
Leichter Staub macht kaum etwas aus, aber ungleichmäßige Verschmutzung – etwa Vogelkot auf einzelnen Zellen oder Laub in einer Ecke des Moduls – kann den Ertrag der betroffenen Zellenstränge deutlich stärker senken, als die Fläche vermuten lässt. Module sind in Strings verschaltet, sodass eine einzelne verschattete Zelle die Leistung des ganzen Strangs ausbremst.
Woran man erkennt, dass eine Reinigung sich lohnt
- Sichtbare grüne oder graue Beläge auf den Modulen, besonders an schattigen Dachseiten
- Ein spürbarer, unerklärter Rückgang der Erträge im Monitoring gegenüber Vorjahren
- Module in der Nähe von Bäumen, an stark befahrenen Straßen oder in Küstennähe mit Salzablagerungen
Ohne Vergleichsdaten aus der Anlagen-App lässt sich Verschmutzung mit bloßem Auge oft nur schwer von normaler Alterung unterscheiden. Ein Blick auf die Ertragskurve der letzten Jahre zeigt meist deutlicher, ob eine Reinigung tatsächlich etwas bringt.
Warum Regen die Reinigung nicht ersetzt
Regen spült lose Partikel ab, doch bei der in Flensburg typischen flachen Dachneigung bleiben Rückstände von Pollen, Ruß und Vogelkot oft hartnäckig haften. Gerade an schattigen Nord- und Ostseiten trocknen Module langsamer, wodurch sich zusätzlich Algen und Moos ansiedeln können.
Wie läuft eine professionelle Reinigung ab?
Gereinigt wird mit vollentsalztem Wasser und weichen, nicht scheuernden Bürsten, damit die empfindliche Antireflexbeschichtung der Module nicht verkratzt. Hochdruckreiniger oder aggressive Reinigungsmittel haben auf Solarmodulen nichts zu suchen, da sie Dichtungen und Beschichtung beschädigen können.
Wie oft ist eine Reinigung sinnvoll?
Bei normaler Lage reicht meist eine Reinigung alle zwei bis drei Jahre. In der Nähe von Bäumen, stark befahrenen Straßen oder in Küstennähe mit salzhaltiger Luft kann sich eine jährliche Reinigung lohnen, weil sich Beläge dort deutlich schneller aufbauen.
Mehr zu unserem Angebot finden Sie unter Solaranlagen-Reinigung und Dachrinnenreinigung.
